Boss Hoss Bad Ass BBQ 2026 im Stoi bei Lucki Maurer - Eventbericht

Boss Hoss Bad Ass BBQ 2026 im Stoi bei Lucki Maurer - Eventbericht

Manchmal kommt man zu Gelegenheiten wie die berühmte Jungfrau zum Kind: Meine bessere Hälfte hatte mich mal wieder aus Gründen eines traditionell „Mutter-Tochter-Kurzurlaubs“ allein gelassen. Zu solchen Gelegenheiten hat sich ein gewisser Running Gag eingebürgert. Wenn es zuhause schon nichts Gescheites zu essen gibt, muss man(n) notgedrungen den Lieblings-BBQ-Spot aka MEATHEAVEN aufsuchen.

Eine Nachfrage beim Meatheaven brachte leider Ernüchterung: SOMMERPAUSE! Eine kulinarische Notunterkunft war mir also verwehrt. Verdammt. Sollte hier wirklich die Tradition reißen?

Scheinbar erkannte man die Not in meiner Stimme – nicht anders ist es zu erklären, dass ich plötzlich ein „Wir sind am 29.8.26 beim Lucki Maurer beim Boss Hoss Bad Ass BBQ – wenn Du mitwillst, kannst Du uns helfen und kriegst was zu essen!“ erwidert bekam. Da wir schon auf anderen Veranstaltungen, etwa bei der Landpartie in Dagobertshausen, unsere bescheidene Hilfe dem Meatheaven Team zur Verfügung gestellt hatten, sagte ich zu. Ob ich nun 100km oder 400km weit fahren muss, um aus meiner Essens-Misere herauszukommen ist am Ende auch nicht so wichtig! 😉 Ehrlicherweise ging die Reise am 28.08. in Bensheim los und ich konnte auf dem Beifahrersitz des XXL‑Meatheaven-Gespanns Platznehmen. Gleichzeitig bot sich so die Chance, einen Bericht über das Event bei Lucki Maurer für unseren Blog zu schreiben.

Meatheaven Team und wir als Support beim Bad Ass BBQ von Lucki Maurer

Und Bad Ass BBQ ist genau was?

Bevor ich Euch von der Reise und den Erlebnissen vor Ort berichte, ein paar Worte zur Veranstaltung: Diese wird von Lucki Maurer organisiert. Seinerseits Besitzer des „Stoi“ im bayerischen Rattenberg, dürfte vermutlich vielen bekannt sein. Der umtriebige Koch und Buchautor, der am dortigen Standort eine biologische Landwirtschaft mitsamt eigener Wagyu Zucht unterhält, ist durch diverse TV Shows (Grill den Henssler, The Taste, usw) und Lokalsendungen im Niederbayern TV bekannt. Nicht zuletzt auch durch seine Heavy Metal Band „Seasons in Black“, die es bis in die Charts und sogar aufs berühmte Wacken Open Air geschafft hat.

Durch eine Freundschaft mit der bekannten Band „Boss Hoss“ und die gemeinsame Liebe zum BBQ, hat sich seit 6 Jahren das „Bad Ass BBQ“ auf seinem Anwesen in Rattenberg etabliert. Es ist eine Mischung aus BBQ Kulinarik Veranstaltung, gepaart mit einem Fantreffen und kleinem Konzert von Boss Hoss. Die Ticketpreise lagen zuletzt bei 299 € und gingen erneut weg wie warme Semmeln.

Zu dem „Headliner“ Boss Hoss gesellen sich reihenweise Größen aus der Grill- und Kochszene, die nicht selten auch freundschaftlich mit dem Gastgeber „Lucki“ verbunden sind. So auch wie in meinem glücklichen Umstand der David Pietralla vom Meatheaven, der schon vor Jahren gemeinsam mit Lucki Maurer für YouTube vor der Kamera stand und vor Ort bereits den ein oder anderen Grillkurs gegeben hat.

Da ich in der Tat vor Ort auch etwas arbeiten musste, ist mir womöglich die ein oder andere Essensstation durchgegangen. Aber ich versuche es mal, in ungeordneter Reihenfolge aufzuzählen, was bzw. wer sich vor Ort alles um die Versorgung der Gäste gekümmert hat:

-    Marcel Speidel / Edelbeef
-    Wolfgang Müller
-    Oliver Sievers
-    Hawk Blackburn
-    Big Js BBQ
-    Sebis BBQ
-    Bäckerei Philipps / 360° Brot
-    Big Green Egg
-    Berls Biomilch Hof
-    und natürlich der MEATHEAVEN

Bad Ass BBQ Teilnehmer Big Js BBQ
Bäckerei Philipps beim Bad Ass BBQ 6.0

Dazu gesellten sich weitere Stände, deren Namen ich leider nicht notiert habe. Unter anderem verschiedene Kaffee-, Wein- und Spirituosestände und noch ein weiterer Stand mit spektakulärer Nachspeise. Wahrscheinlich habe ich trotzdem noch den ein oder anderen vergessen, aber wie zuvor erwähnt: Ich war ja nicht (nur) zum Spaß da!

Smoker on tour

Wie erwähnt, musste ich nur einen kleinen Teil der Reise selbst fahren. Die knappen 100km bis Bensheim zum Meatheaven und danach nahm ich auf dem Beifahrersitz des Meatheaven Gespanns Platz. Mit on Tour war wie immer Davids Mitarbeiter Dennis.

Ein VW-Transporter und hinten dran den XXL Smoker – das ist schon eine Marke! Ich war insgeheim froh, hier nicht selbst ans Steuer zu müssen. Auf der Autobahn waren wir aber die Attraktion – nicht wenige machten Fotos, hupten freundlich oder machten Fotos. Selbst die Autobahnpolizei gab einen „Daumen hoch“ beim Vorbeifahren. Das ist schon sehr cool!

Lucki Maurers Stoi bei Rattenberg beim Bad Ass BBQ 2026

Die knappen 400km ziehen sich durch die zwangsläufig niedrige Reisegeschwindigkeit und ein paar kurze Staus doch ganz schön. Aber wir hatten spannende Gesprächsthemen rund um die BBQ und Grill-Welt und so verging die Zeit dann doch recht schnell. Nach rund 6 Stunden erreichten wir Lucki Maurers „Stoi“, wo von Marcel Speidel noch ein Asado Grillkurs in den letzten Zügen war. Kurz den Smoker für den morgigen Tag am hauseigenen „Wolfgangsee“ geparkt und schon saßen wir mit ein paar anderen Grill- und Kochkollegen im nächsten Wirtshaus.

Übernachtet wurde in der kleinen Pension Brandner. Wie alles dort in der Gegend – und das meine ich durchaus positiv – „ADW“ gelegen. Hätte man kein Wifi dort gehabt, wäre man von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Handynetz? Fehlanzeige! Wer mal Social Detox machen will, kann ich das sehr empfehlen.

Pension Brandner in Bayern - Blick vom Balkon

Bis auf die Schnakenplage im Zimmer war es auch dem Zweck entsprechend, also zum Schlafen und Frühstücken, hervorragend. Und ich hatte eine großartige Sicht in die bayerische Natur! Die Alternative mit freien Zimmern wäre ein in der nahen Umgebung gelegenes Wellness Resort gewesen. Aber rund 190 € / Nacht und dann keine Möglichkeit der Nutzung der Hotelannehmlichkeiten wären doch etwas drüber.

Die Ruhe vor dem Sturm

Am nächsten Tag ging es relativ entspannt los. Passend zum Smoken des Fleisches erstrahlte im Frühstücksraum ein passender Spruch an der Wand: „Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen!“. Mit Semmeln, Müsli und frischen Eiern ging es gestärkt auf den Weg zurück zum Stoi.

Pension Brandner Frühstücksraum

„Unser“ Essen für das Boss Hoss Bad Ass BBQ Event war das berühmte Wagyu Pastrami vom Meatheaven – ein absolutes Gedicht. Als Beilage auf dem Teller: Dreifaches von der Süßkartoffel, Chili Crunch, Chimi-Churri und etwas Schmand. Das Auge isst bekanntlich mit!

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Bei den Speisen, der Kreation und Vorbereitung hatte ich keinerlei Anteil. Das ist die Baustelle von David und Dennis – meine Kochkünste sind da eher begrenzt! 😉

Meatheaven Pastrami Anrichtteller bei Bad Ass BBQ 6.0

Um 10 Uhr richteten wir uns häuslich ein. Smoker anfeuern, PopUp Theke fürs Anrichten, Pavillon zum Wetterschutz aufbauen, Thermoboxen aufstellen und eben alles bereitstellen, was für später benötigt wird. Danach konnte ich meine Arbeitsleistung weiter einbringen: Mit der Kamera bewaffnet durfte ich mal wieder die ein oder andere Sequenz für den Meatheaven YouTube Kanal („David Pietralla“) aufnehmen. Da wird es sicher demnächst ein Behind the Scenes Video geben.

Übrigens: Nachdem der Meatheaven einen mittelschweren Sturm auf einem anderen Event erlebt hatte (Video auf YouTube zu finden!), wurde dann zur Sicherheit - trotz des guten Wetters - der Pavillon am Ende mit Sicherungsseilen abgespannt. Da wollte man wohl nichts mehr riskieren! ;-)

Meatheaven Stand beim Boss Hoss Bad Ass BBQ Event
Randvoller Meatheaven Smoker beim Boss Hoss Bad Ass BBQ 2026
Nachdem dann auch das Fleisch den Smoker von innen gesehen hatte, ging es in die temporäre Entspannungsphase. Denn das ist das Schöne am Smoken: Bis zum Einwickeln in die Texas Krücke passiert (fast) nichts. Außer gelegentlich Temperatur kontrollieren und mal etwas Holz nachlegen, macht so ein Rotationssmoker einfach „sein Ding“. So hatte das Meatheaven Team Zeit, die Angel im Wolfgangsee auszuwerfen, und hatte dabei sogar mehrfach Fangerfolg. Natürlich blieb es bei „Catch & Release“. Es kam kein Fisch ums Leben an diesem Tag!
Angeln am Wolfgangsee im Stoi von Lucki Maurer

In der Zwischenzeit konnte ich mich auch in Ruhe auf dem echt schönen Gelände des Stoi umsehen. Auch wenn es für den ein oder anderen mit vegetarischem Einschlag womöglich komisch rüberkommt: Hier kann man wirklich „Farm to Table“ sehen! Während im gesamten Bereich die Grills und Smoker rauchten, grasten Lucki Maurers Wagyu Rinder malerisch auf dem angrenzenden Hügel.

STOI - Bio Landwirtschaft von Lucki Maurer

Spannend war auch, wie aus dem idyllischen Areal Stück für Stück die Veranstaltungskulisse entstand: Das Team vom Stoi arbeitete wie die berühmten „Brunnenputzer“. Zelte wurden aufgestellt, schier endlose Bierzeltgarnituren gestellt und immer wieder rollten weitere Griller an, die nach und nach ihre Stationen aufbauten. Schon cool, sowas mal von Anfang an live zu erleben. Der Organisationsaufwand ist auch hier immens.

Auf der Bühne begann die Band „Nääshville“ mit ihren Proben – anscheinend auch eine Institution beim Bad Ass BBQ. Da es mein erstes Mal dort war, kann ich das nicht sicher sagen – aber die Truppe war Spitzenklasse! Den gesamten Tag wurde man hier musikalisch bestens unterhalten.

Band Nääshville beim Bad Ass BBQ Event 2026

Its time for Rock n Roll

Offiziell sollte es um 18 Uhr losgehen, Einlass ab 17 Uhr. Bereits vor 16 Uhr standen bereits die ersten Gäste an der Absperrung. Ob die alle soviel Hunger hatten? Die Wahrheit ist wahrscheinlich eher die „Handtuch-Mentalität“. Denn neben den vielen Bierzeltgarnituren zum Sitzen gibt es auch ein paar „luxuriösere“ Sitzmöglichkeiten in Form von Loungesesseln auf dem Gelände. Nach dem Einlass konnte man dann sehen, wie sich die ersten zielstrebig und schnellen Fußes dorthin begaben. Handtuch darauf und die besten Plätze reserviert.

Zum Einlass steht Lucki Maurer selbst an der Absperrung und begrüßt die Gäste und es gibt einen Welcome Drink. Boss Hoss war zu dem Zeitpunkt auch schon da, hielt sich aber, soweit ich das mitbekommen hatte, im „Backstage“ auf. Aber auch hier eine nette Geste: Am Anfang liefen sie die erste Warteschlange entlang und sagten einigen Fans „Hallo“. Schließlich kommen zwar viele sicher wegen des gesamten Events und dem Essen, aber The Boss Hoss sind natürlich das Zugpferd der Veranstaltung.

Warteschlange beim Boss Hoss Bad Ass BBQ 2026

Kurz vor dem Einlass gab es noch ein paar klare Anweisungen an die Kochteams von Lucki persönlich. Freundlich, aber bestimmt wurden ein paar „Standards“ festgelegt und Vorgaben gemacht – aber nur so geht’s, sonst hat man schnell Anarchie.

Das Pastrami war in der Zwischenzeit in die „Texas Krücke“ gewandert und die letzten Kerntemperaturmessungen zeigten perfekte Zielbereiche an. Die Krücke besteht übrigens aus einer Lage "Butcher Paper", die dann mit Alufolie verschlossen wird. Dies vermeidet einerseits den direkten Kontakt der Folie mit dem Fleisch und fördert auch ein wenig die Krustenbildung bzw. deren Erhalt.

Meatheaven Pastrami auf dem Weg in die Texas Krücke
Meatheaven Pastrami mit Texas Krücke im Smoker

Hier wurde wieder mal „on point“ geliefert und die Fleischstücke konnten für die letzte Ruhephase in den Thermoboxen platznehmen. Die letzten Vorbereitungen liefen und wir waren ready für die ersten Besucher!

Das Bad Ass BBQ Event - Oder: WILL WORK FOR MEAT!

Wie erwähnt, hatte ich bereits die Gelegenheit, dem Meatheaven-Team bei diversen Veranstaltungen zur Hand zu gehen. Es macht einen Riesenspaß, auch wenn ich als Noob immer Sorge habe, im Weg zu stehen oder schlicht zu langsam zu sein. Denn eins muss man schon sagen: Wenn der große Run aufs Essen losgeht, wird das schon Stress. Mindestens wird um einen oder zwei Gänge höher geschaltet, auch wenn die Profis David und Dennis da die Ruhe selbst bleiben.

Vorbereitungen für das Bad Ass BBQ bei Lucki Maurer

Wie immer muss sich das ein wenig eingrooven. Denn anhand der vorher beschriebenen Zutaten kann man erkennen: Es ist nicht nur ein Arbeitsgang. Natürlich wird die meiste Arbeit von David und Dennis gemacht, aber Stück für Stück kam ich dann auch besser rein. Und wenn die Schlange länger und länger wird, kommt man dann auch mal ins Schwitzen, schließlich will man die Gäste nicht unnötig warten lassen.

Witzig an dieser Stelle, wie sich Geschichte wiederholt: Die Teller werden live angerichtet und immer wird erst eine ganze Charge fertiggestellt, bis die Gäste zugreifen können. Neben „Guten Appetit“ war der häufigste Satz an diesem Tag vermutlich „Kleinen Moment noch, da kommt noch was dazu“, da einige oft schon nach dem Fleisch und einer Beilagenkomponente zugreifen wollten. Aber so ist das eben und hat am Ende auch einen gewissen Charme, denn so wurden auch die Augen der Gäste noch größer! Der Meatheaven Teller machte hier schon optisch (und natürlich auch geschmacklich) richtig was her.

Gute Stimmung beim Bad Ass BBQ 6.0

Lustige Anmerkung: David hatte mich auch zur videografischen Dokumentation des Events mitgenommen. Wir hatten eine Cam für eine Daueraufnahme vor der Anrichte platziert und der Plan war, dass ich zwischendurch filme und Szenen der Essensausgabe und des Anrichtens aufnehme. Pustekuchen. Die ersten 1-2 Stunden war daran nicht im Ansatz zu denken, da der Run auf das „geilste Pastrami“ (Zitat Besucher!) nicht abebbte. Auch als Helfer aus der dritten Reihe fühlt man sich voll integriert und mitverantwortlich, die wartenden Gäste schnellstmöglich zu bedienen. Somit gibt’s leider an dieser Stelle auch keinerlei Aufnahmen davon – es war schlicht keine Zeit.

Eine Sache muss ich hier noch anmerken: Es ist wirklich ein tolles Arbeiten mit dem Meatheaven Team. Natürlich mache ich Fehler, natürlich stehe ich mal im Weg, natürlich übersehe ich einen Arbeitsschritt – das ist ja normal, schließlich bin ich von Beruf Drehstuhlranger im Büro und kein Kochprofi. Aber weder beim Boss Hoss Bad Ass BBQ Event noch bei irgendeinem anderen Event, bei dem ich mithelfen durfte, herrschte ein rauer Ton. Wenn es etwas zu verbessern gab, wurde es immer auf Augenhöhe kommuniziert – selbst im größten Stress, z.B. bei der Landpartie, wo mehrere Tausend Gäste vor Ort waren. Natürlich kann es auch mal etwas deutlicher werden, aber auch dann wird immer der gute Ton gewahrt und niemand wird angeschnauzt. Daher würde ich auch jederzeit wieder helfen, wenn eine Hilfe gebraucht wird.

Und am Ende gibt es auch für Helfer wie mich nichts Schöneres, als vor strahlenden Gästen zu stehen und (wie immer ^^) das überragende Feedback für das Essen zu bekommen. Auch hier hörten wir nicht nur einmal Sachen wie „Noch nie so etwas Tolles gegessen“ oder gar „Das war das beste Essen heute auf dem Event“. Das macht einen dann schon ein Stück weit stolz, weil man einen kleinen Teil zu diesem Erfolg beitragen konnte.

Daher: Danke David und Dennis für den tollen Tag, die Gelegenheit, helfen zu können – wenn Ihr wieder Hilfe benötigt, ich bin bereit! 😉

Out of the dark

Je später es wurde, umso mehr änderte sich das Ambiente. Überall sorgten Lichtinstallationen für eine besondere Atmosphäre. Die Besucher waren mehrheitlich satt und auch bei uns gingen die letzten Portionen über den Tresen. Mal wieder war vom Meatheaven der Bedarf perfekt geplant worden: Lediglich das berühmte „Backup Pastrami“ war noch im Smoker, ansonsten wurde alles komplett ausgegeben und entsprechend gegessen. So muss das sein und wirft auch ein sehr positives Licht auf das Thema „Food Waste“. Ähnliches habe ich aber auch von anderen Ständen mitbekommen, die größtenteils auch kaum Reste überhatten.

Tolles Ambiente am Abend auf dem Gelände von Lucki Maurers Stoi

Nachdem dann der Abend in den musikalischen Teil langsam überging, hatten wir vom Team dann auch die Chance, hier und da die leckeren Essen der Kollegen zu verkosten. Auch das kann an der Stelle mal transparent erwähnt werden: Während der Essensausgabe bekommt man vereinzelt von anderen Grillern einen Teller rübergebracht oder besonders nette Besucher und Meatheaven Fans (Grüße an Bernd!), bringen uns etwas vorbei. ABER: Das hat dann leider gar nichts mit Genuss zu tun. Erstens wird NIE vor den Gästen gegessen, sondern immer im „Backstage“ hinterm Smoker. Und das ist dann meist ein „Hinten steht was zum Essen“ Hinweis, der dann auch mal erst 10 Minuten später in die Praxis umgesetzt wird. Konsequenz: Essen ist kalt, vorne ist immer noch eine lange Schlange, also werden hastig ein paar Gabeln reingeschaufelt, um schnell wieder helfen zu können.

Oliver Sievers und Hawk Blackburn beim Grillen

Genuss ist anders, aber wir hatten dann später noch die Chance, in Ruhe ein paar Gerichte zu probieren. Hier muss ich echt sagen: Die Qualität war fast durchgehend hervorragend. Sicher gab es auch ein paar nicht so dolle Speisen bzw. aus meiner Sicht nicht perfekt gegrillte / gesmokte, aber ich will hier auch keinen negativ erwähnen. Schlussendlich ist alles auch ein Stück weit Geschmackssache. Besonders hervorheben kann ich aber unsere Nachbarn „BigJs BBQ“ mit ihrem Pinwheel, welches ausgezeichnet geschmeckt hat. Und die bekannten Kollegen Hawk Blackburn und Oliver Sievers haben auch richtig abgeliefert – sehr lecker. Beim Schreiben fällt mir direkt auf, dass ich weder das Essen von Marcel Speidel, noch die Burger bei „Sebis BBQ“ probieren konnte… So ist es eben, war ja nicht (nur) zum Spaß da! 😉

Marcel Speidels Asado Grill und der Stand von Sebis BBQ beim Boss Hoss Bad Ass BBQ

Das große Finale

Wie erwähnt, treten am Ende des Abends natürlich die Namensgeber des Events, Boss Hoss, auf der kleinen Bühne auf. Hier wird zwar kein ganzes Konzert gespielt, aber es dürften so 5-6 Songs gewesen sein, die man zum Besten gab. Ist nicht ganz meine Band, auch wenn ich es gerne handgemacht, laut und härter mag – aber live sind die Jungs schon ne Marke und gute Entertainer. Und auch ich kannte 1-2 Lieder, die live sogar mit kleinerer Pyro Untermalung echt für gute Stimmung sorgten.

Tradition ist beim Bad Ass BBQ wohl, dass nach dem Gig nochmal ALLE Musiker, also die Mädels und Jungs von „Nääshville“, Boss Hoss und Lucki Maurer selbst auf die Bühne gehen. Nette Geste: Lucki holte sein Team des Stoi mit dazu, um sich bei ihnen für ihren tollen Job zu bedanken. Und dann kommt das, was Stammgäste alle kennen: Es wird gemeinsam „Knocking on heavens door“ von Guns N’ Roses performt. Lucki an der Gitarre, alle mit Gesang und das gemeinsam mit den Besuchern. Einen Plan gibt es nicht, gespielt wird, bis sie keinen Bock mehr haben bzw. bis Lucki den Abend beendet. Erzählungen nach kann das auch eine sehr lange Zeit sein. An diesem Abend waren es geschätzte 15-20 Minuten, in denen wieder und wieder der berühmte Refrain zum Besten gegeben wurde. Damit es nicht öde wird, dichtet man „Door“ dann auch einfach mal auf Luckis „Stoi“ um…

Boss Hoss Konzert auf dem Bad Ass BBQ 6.0 von Lucki Maurer

So endet dann jedes Bad Ass BBQ in Rattenberg. Schluss, aus, vorbei, wenn der Chef sagt es ist vorbei. Zu diesem Zeitpunkt wurde an den Getränkestationen (passenderweise mit Eis gefüllte Holz Futtertröge!) nicht mehr nachgefüllt, sodass das Event für die meisten wirklich mit dem letzten Akkord endete. Dann setzt sich eine Menschenkarawane in Gang und verschwindet in die Nacht. Das war dann so gegen Mitternacht…


This is (not) the end

Wer nun denkt, nachdem alles vorbei ist, könnte man sich gepflegt aufs Ohr legen und ausruhen, der irrt. Überall wurde zusammengepackt und abgebaut. Auch beim Meatheaven Stand ging es ans große Aufräumen und Reinigen, damit man am nächsten Morgen ohne größeren Arbeitseinsatz den Heimweg antreten konnte. Einige traten sogar noch in der Nacht den Heimweg an.

Nach einem kleinen „Schlüssel-Fauxpas“ (Nicht von mir, aber hüllen wir darüber den Mantel des Schweigens^^) waren wir dann so gegen 1 Uhr morgens im Hotel. Die Schnaken begrüßten mich schon freundlich und ich musste trotz Zustands zwischen Euphorie und K.O. erstmal auf die Jagd gehen. Totmüde gabs dann die wohlverdiente Mütze Schlaf. So ein Event schlaucht schon, auch wenn man sich wenig bewegt hat. Andererseits, dafür dass man mehr oder weniger nur am Grillstand herumlief, zeigte die Smartwatch trotzdem 10,000 Schritte an – so gesehen war das schon einiges.

The Long Way Home

Nach einem schnellen Frühstück in der Pension, trafen wir uns um 9 Uhr am Smoker auf dem Stoi Gelände. Viele Aussteller waren bereits weg und das unermüdliche Team von Lucki war fleißig dabei, die Spuren der Veranstaltung zu beseitigen. Show must go on – überall wurde gewerkelt, gereinigt, abgebaut…

Auch wir packten die letzten sieben Sachen ein. Aufgrund eines kleinen „Sprit-Engpasses“ musste vor dem Anhängen des Smokers erst noch eine Tankstelle besucht werden, sonst wären wir wohl nicht mehr weggekommen. Wenn das Stahlungetüm am Auto hängt, ist der Tank im Handumdrehen leer gesaugt.

Meatheaven Smoker-Heimfahrt vom Bad Ass BBQ 6.0

Unterwegs legten wir eine kurze Kaffeepause ein, Dennis übernahm das Steuer und nach einigen guten Gesprächen kamen wir am Nachmittag dann am Meatheaven Headquarter in Bensheim an.

Mein Resümee und Bewertung des Bad Ass BBQ Events

Ich kann nur sagen, es war großartig. Die Veranstaltung, gerade in dem Umfeld und Rahmen, ist etwas ganz Besonderes. Sicher, wenn man kein Boss Hoss Fan ist, sind die aufgerufenen 299 € für ein Ticket schon sportlich, auch wenn man im Umkehrschluss schon sehr viel geboten bekommt.

Allein die Kulinarik ist ausgezeichnet: Essen von berühmten BBQ-Persönlichkeiten bis zum Grill-Weltmeister, TV-Berühmtheiten und sogar ehemaligen Sterneköche – das ist schon stark. Im Umkehrschluss liegt man preislich bei den Tickets nur leicht unter den Preisen einer Dogobertshäuser Landpartie, auf welcher man von der oberen Riege der Starköche bekocht wird. Andererseits: Wo bekommt man als Anhänger der „Boss Hosse“ die Gelegenheit, eine Art Privatkonzert für wenige Hundert Personen zu besuchen? Das muss beim Bad Ass BBQ in die Waagschale geworfen werden und dann ist das alles auch preislich nachvollziehbar.

Für mich war es eine besondere Gelegenheit und Ehre, hier mal wieder mit dem Meatheaven Team on Tour zu sein. Meiner bescheidenen Selbsteinschätzung nach war ich zumindest partiell eine Hilfe und Unterstützung und das war ja das Hauptaugenmerk. Alles Drumherum war angenehmes Beiwerk, schließlich war ich kein Besucher. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte!

Lucki Maurers Stoi Areal bei bestem bayerischen Wetter

Die Veranstaltung war super organisiert, die Menschen sowohl vor als auch hinter den Kochstationen waren durch die Bank angenehm, freundlich und aus Besuchersicht sehr dankbar und begeistert. Könnte ich mit „Boss Hoss“ mehr anfangen, dann würde ich garantiert als zahlender Besucher hingehen – vielleicht beim nächsten Mal mit einem ausgedehnten Aufenthalt im tiefsten Bayern in einem anderen Hotel, um die Annehmlichkeiten der Region noch mehr genießen zu können.

Denn das ist Fakt: Es ist einfach traumhaft dort und man hat neben den vielen tollen Events bei Lucki Maurer noch viel mehr, was es dort zu unternehmen gibt! Wer weiß, vielleicht führt uns der nächste Kurzaurlaub mal in die Ecke – ich kann es nach den ersten Eindrücken wirklich jedem empfehlen.

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